Am 10. Januar veröffentlichte die investigative Redaktion von CORRECTIV die Ergebnisse ihrer
Recherche zu einem geheimen Treffen, das sich Ende November 2023 in einem Hotel bei Potsdam abspielte. Politiker der AfD, finanzstarke Unternehmer, Neonazis kamen zusammen, um einen sogenannten
„Masterplan“ für Deutschland zu besprechen. Dieser Plan umfasst unter anderem die Deportation von 25 Millionen Asylbewerbern und deutschen Staatsbürgern mit Migrationsgeschichte – was nicht
weniger als einen völkisch-rassistischen Angriff auf das Grundgesetz darstellt. Als Reaktion auf die Veröffentlichung protestierten Hundertausende Menschen wochenlang gegen Rechtsextremismus und
für Demokratie.
Dem Kulturzentrum Lindenbrauerei ist es wichtig, die Rechercheergebnisse über das akute
Medieninteresse hinaus im Bewusstsein des Publikums zu halten und sich deutlich gegen menschenverachtenden Rechtsextremismus zu positionieren. Daher bringt die Studiobühne Lindenbrauerei die
Correctiv Recherche in Form einer szenischen Lesung am 7. Juli im Kühlschiff auf die Bühne. Kurz nach Erscheinen der Recherche entstand das Material zur szenischen Lesung, die im Januar im
Berliner Ensemble gezeigt wurde. Verantwortlich für den Text sind Lolita Lax und Jean Peters (Correctiv) und Kay Voges (Intendant des Volkstheaters Wien.). Viele weitere Theater haben die
Recherche dann als Lesung oder im Live Stream gezeigt.
CORRECTIV ist ein gemeinwohlorientiertes Medienhaus. Die vielfach ausgezeichnete Redaktion
steht für investigativen Journalismus, arbeitet mit Bürgerinnen und Bürgern an ihren Recherchen und löst öffentliche Debatten aus. Dafür sucht CORRECTIV – neben den Veröffentlichungen auf
digitalen Plattformen – auch immer wieder nach analogen Räumen und erweiterten Vermittlungsformaten.
Es lesen Mitglieder der Studiobühne Lindenbrauerei.
Karten gibt es ab sofort über die Homepage der Lindenbrauerei Unna.
Premiere: 26.02.2023
Die Wiedervereinigung der beiden Koreas
Schauspiel von Joël Pommerat
„Wir waren wie zwei Hälften, die sich verloren hatten und sich wiederfanden. Es
war wunderschön. Es war, als wenn Nordkorea und Südkorea ihre Grenzen öffnen und sich wiedervereinigen würden...“
Obwohl der Titel es vermuten lässt, so geht es doch nicht um Politik. In Joël Pommerats wundervoll komisch-traurigem Beziehungskaleidoskop geht es um die Liebe und
das Stück beleuchtet in rund zwanzig Szenen und kleinen Geschichten alle Facetten dieses mächtigsten aller Gefühle. Was verbindet uns bei der Sehnsucht nach Vereinigung und was entzweit uns so
oft zugleich? „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein Ensemblestück für zehn Darsteller in mehr als 50 verschiedenen Rollen. Die mal poetischen, mal humorvollen und teils spannend
skurrilen Szenen erzählen von Freundschaften, die zerbrechen. Hochzeiten, die sich zum Drama ausufern. Paaren, die auf ihre jeweiligen Partner gemeinsam nachts warten. Beziehungen, die am Fehlen
der Liebe scheitern und anderen Paaren, wo die Liebe alleine nicht mehr reicht.
Der Autor und Regisseur Joël Pommerat, neben Yasmina Reza einer der bedeutendsten Gegenwartsdramatiker Frankreichs, schreibt seit 25 Jahren Theaterstücke. Für seine
Theaterarbeiten wurde er mehrfach u. a. mit dem wichtigsten französischen Theaterpreis, dem Prix Molière, ausgezeichnet. Wir spielen die Fassung des MERLIN VERLAGES, Gifkendorf in der deutschen
Übersetzung von Isabelle Rivoal.
Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei
Felix Eller, Ina Fornefeld, Antje Gräfe, Mohammad Meselmani, Carla Miller, Anna-Lena Müller, Nadine Richter, Antje Riesenberg,
Richard Pothmann, Christopher Reher
Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann
Premiere: Sonntag, 26. Februar 2023, 18.00 Uhr
Kühlschiff der Lindenbrauerei, Unna
Eintritt: 10,- zzgl. Gebühren, AK 13,- Euro
Wiederaufnahme "Die 12 Geschworenen" 2022
Reginald Rose
Die 12 Geschworenen
Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst
Budjuhn
Im Geschworenenzimmer des Gerichts müssen 12 Geschworene
ein Urteil fällen. Ist der junge Angeklagte im Mordprozess schuldig oder unschuldig. Für elf Geschworene scheint der Fall eindeutig zu sein, sie plädieren schnell auf „schuldig“ und damit für die Vollstreckung der Todesstrafe. Nur ein Geschworener ist sich unsicher
und stimmt „nicht schuldig“. Da die Abstimmung einstimmig erfolgen muss, wird der Fall in hitzigen Diskussionen immer wieder neu aufgerollt, die Beweisführung wird in Frage gestellt und
Zeugenaussagen werden entkräftet. Zögernd verändert sich die Stimmverteilung immer mehr zugunsten des Angeklagten...
Reginald Rose hat die „12 Geschworenen“ ursprünglich als
Fernsehspiel konzipiert, welches 1954 erstmals ausgestrahlt wurde. Seine spannende Darstellung der Geschworenensitzung zeigt den viel zu leichten Umgang mit einem Menschenleben, die
Vorverurteilung des Angeklagten sowie den latenten Rassismus einiger Beteiligter und gilt als Paradebeispiel für gruppendynamische Prozesse. 1957 kam die Verfilmung mit Henry Fonda in die Kinos
und Horst Budjuhn schrieb 1958 die deutsche Bühnenfassung. Die Zeitlosigkeit des Themas bewog die Studiobühne Lindenbrauerei diesen Stoff 2020 auf die Bühne zu bringen. Pandemie bedingt konnten
keine weiteren Vorstellungen gezeigt werden und mit neuer Besetzung erfolgt nun in 2022 die Wiederaufnahme.
Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei
Felix Eller, Ina Fornefeld, Antje Gräfe, Mohammad
Meselmani, Martin Messler, Carla Miller, Anna-Lena Müller, Nadine Richter, Antje Riesenberg, Richard Pothmann, Viktoria Schmude, Leonie Watko
Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann
Premiere: 28. Februar 2020 (geplante weitere Aufführungen
in 2020 und 2021 sind ausgefallen)
Vorstellungen:
3. April 2022, 17.00 Uhr, Theater
Scaramouche, Menden
Eintritt: 12,- Euro
Karten sind über Pro Ticket, bei der Buchhandlung Daub
oder im Theater erhältlich.
15. Mai 2022, 18.00 Uhr, Kühlschiff der
Lindenbrauerei, Unna
Eintritt: 10,- zzgl. Gebühren, AK 13,- Euro
Karten sind Online über die Seite der Lindenbrauerei buchbar.
Szenische Lesung, 26.9.2021
Mit einer szenischen Lesung mit Texten von Ebüsto, über Facebook bis Tucholsky meldet sich die Studiobühne Lindenbrauerei
zurück.
Der Wille zum Missverständnis begegnet uns vermehrt in der menschlichen Kommunikation, häufig reden wir aneinander vorbei,
insbesondere auch in den Zeiten des Lockdowns. Die Studiobühne hat sich auf die Suche nach amüsanten Beispielen in verschiedensten Texten gemacht und stellt diese am Tag der Bundestagswahl in
einer Matinee vor.
26.9.2021, 11.00 Uhr
im Kühlschiff der Lindenbrauerei
Eintrittskarten können über die Seite der Lindenbrauerei online gebucht werden.
Trailer
Studiobühne Online im Lockdown 2020 und 2021
Kurzfilm Nr. 3, Gesundheit
Wir arbeiten an der Teleportation
Zoom, Zoom, Zoom (or Jitsi, Meets, Skype, Teams…)
There is nothing you can do that can't be done....
All You Need is Internet Connection.
Kurzfilm Nr. 2, Tagesablauf
Und während die Zeit bleibt, bleibt uns immer weniger. Und während sie weitergeht, bleiben wir stehen in endloser Wiederholung.
Lockdown, Breakdown, Up and Down....
Vor einiger Zeit haben wir uns gefragt, wie unser Tagesablauf in diesen Zeiten so ausschaut.
Seit einiger Zeit proben wir nun im mehr oder weniger wackelndem Video Chat. Begegnungen auf der Bühne werden noch einige Zeit nicht möglich sein. Vor ein paar
Wochen haben wir uns gefragt: „Wie war es noch, als man Theater spielen durfte?“
Musikquelle:www.musicfox.com
Premiere: 28.02.2020
Reginald Rose
Die 12 Geschworenen
Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn
Im Geschworenenzimmer des Gerichts müssen 12 Geschworene ein Urteil fällen. Ist der junge Angeklagte im Mordprozess schuldig oder unschuldig. Für elf Geschworene scheint der Fall eindeutig zu sein, sie plädieren schnell auf „schuldig“ und damit für die
Vollstreckung der Todesstrafe. Nur ein Geschworener ist sich unsicher und stimmt „nicht schuldig“. Da die Abstimmung einstimmig erfolgen muss, wird der Fall in hitzigen Diskussionen immer wieder
neu aufgerollt, die Beweisführung wird in Frage gestellt und Zeugenaussagen werden entkräftet. Zögernd verändert sich die Stimmverteilung immer mehr zugunsten des Angeklagten...
Reginald Rose hat die „12 Geschworenen“ ursprünglich als Fernsehspiel konzipiert, welches 1954 erstmals ausgestrahlt wurde. Seine spannende Darstellung der
Geschworenensitzung zeigt den viel zu leichten Umgang mit einem Menschenleben, die Vorverurteilung des Angeklagten sowie den latenten Rassismus einiger Beteiligter und gilt als Paradebeispiel für
gruppendynamische Prozesse. 1957 kam die Verfilmung mit Henry Fonda in die Kinos und Horst Budjuhn schrieb 1958 die deutsche Bühnenfassung. Die Zeitlosigkeit des Themas bewog die Studiobühne
Lindenbrauerei diesen Stoff 2020 auf die Bühne zu bringen.
Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei
Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann
Eintritt: 8,-€ im VVK (zzgl. Geb.) & 11,- € AK
Premiere: 28.02.2020, 19.30 Uhr
Aufgrund der Corona Pandemie mussten leider alle weiteren geplanten und verschobenen Vorstellungen in 2020 und 2021 abgesagt werden.
Trailer
Premiere: 11.11.2018
Yvonne, Prinzessin von Burgund
Komödie von Witold Gombrowicz
„Du
stehst da wie ein Gewissensbiss...“
Der polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz schuf 1935 mit YVONNE, PRINZESSIN VON BURGUND eine Komödie mit absurden Zügen,
die erst 1957 in Krakau uraufgeführt wurde. Gombrowicz gilt als Provokateur und Vertreter der Moderne.
Das Stück spielt am fiktiven Hof von König Ignaz und erzählt die Geschichte von Yvonne, einer jungen fast stummen und
lethargischen Frau, die schon auf den ersten Blick so gar nicht zum Rest des Hofes passen will. Prinz Philipp ist fasziniert von ihrer Andersartigkeit und verlobt sich entgegen aller Erwartungen
aus einer Laune heraus mit ihr. Natürlich ein Skandal, aber man will sich mit ihr arrangieren, sie in die geltenden Spielregeln einführen. Doch ihr beständiges Schweigen und ihr Verhalten abseits
jeglicher Konvention geben Rätsel auf. Sie reagiert nicht und ist daher nicht zu fassen. Die höfische Umgebung fühlt sich immer mehr irritiert, provoziert und schließlich bedroht. Yvonne wird zur
Projektionsfläche für die Unzulänglichkeiten des Hofes. Die sonst durch Etikette stabilisierte Hofgesellschaft droht zu zerbrechen. Das kann nicht lange gutgehen. Yvonne muss weg. Doch wie, wenn
doch vor allem der Schein der Majestät, der Eleganz und der Überlegenheit gewahrt werden muss? Ein Mord von „oben“ wird geplant.
Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei
Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann
Premiere: 11.11.2018
Eintritt: 7€ im VVK (zzgl. Geb.) & 10 € AK
Trailer
In stiller Freude
Komödie von Dhuni Ebüsto
Premiere: 16.09.2017
Im kleinen und beschaulichen Unterfüchtingen im Sauerland lebt es sich Mitte der 60er Jahre einfach aber gut. Nun ja, das Kirchendach ist marode, die Lädchen
Besitzerin kann ihre Schwester nicht auf das Gymnasium schicken und die Kneipe hatte auch schon einmal bessere Zeiten erlebt. Doch im Großen und Ganzen lebt man gerne hier. Dies ändert sich
auch nicht als zwei Freundinnen erfahren, dass einer der Dorfbewohner den Hauptgewinn in der Lotterie gewonnen hat. Sie machen sich auf die Suche nach dem Gewinner und dabei gibt es eine
erstaunliche Entdeckung.
„In stiller Freude“ erzählt von dörflichem Zusammenhalt und Konkurrenz, von menschlichen Schwächen und Solidarität sowie Betrug und Wahrheit.
Beim neuen Stück der Studiobühne hat Dhuni Ebüsto eine Geschichte in sehr freier Anlehnung an eine irische Erfolgskomödie entwickelt. Seit März proben die 15
Akteure der Studiobühne unter der Leitung von Kirsten Ullrich-Klostermann einmal wöchentlich an diesem Stoff. Unter den vielen neuen Ensemblemitgliedern sind auch zwei geflüchtete Menschen,
die durch die Theaterarbeit ihre Sprachkenntnisse erweitern.
Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann
Ausstattung: Carla Miller und Kirsten Ullrich-Klostermann
Es spielen: Jörg Barnhausen, Klaus Caspari, Ina Fornefeld, Antje Gräfe, Lukas Hümmecke, Mustafa Jarkin, Viktoria Kath, Mohammad Meselmani, Carla Miller,
Anna-Lena Müller, Cristiano Pinto Teixeira, Antje Riesenberg, Nele Riesenberg, Sabine Schmidt und Leonie Watko.
Tickets kosten im VVK 7,00 Euro(zzgl. Gebühren), an der AK 10,00 Euro.
Premiere: Sa., 16.09.2017, 19.30 Uhr
zum letzten Mal: Freitag, 12.01.2018, 20.00 Uhr
Trailer
Ich sehe was, was du nicht siehst!
Ein Hürdenlauf durch die Diskriminierungsdebatte
Die Studiobühne Lindenbrauerei hat sich für ihr neues Stück in den vergangenen Monaten mit dem Thema Vorurteile und den vielfältigen
Formen von Diskriminierung in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt. Hierbei
ließ sie sich u.a. von Jane Elliotts "Blue-Eyed" Workshop inspirieren.
Ein Stück der Studiobühne Lindenbrauerei mit Texten von Carla Miller und Ensemblemitgliedern sowie Zitaten aus der ZDF Dokumentation "Der Rassist in uns" und "Blue
Eyed", einem Film von Bertram Verhaag.
Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann
Premiere:7. Oktober 2016, Kühlschiff der Lindenbrauerei
Nächste Vorstellung am 27. November 2016,18.00 Uhr, Kühlschiff
Karten erhält man an den Vorverkaufsstellen der Lindenbrauerei und auf www.hellwegticket.de und www.eventim.de.