Szenische Lesung am 07.07.2024

GEHEIMPLAN GEGEN DEUTSCHLAND

 

SZENISCHE LESUNG DER CORRECTIV RECHERCHE

 

 

Am 10. Januar veröffentlichte die investigative Redaktion von CORRECTIV die Ergebnisse ihrer Recherche zu einem geheimen Treffen, das sich Ende November 2023 in einem Hotel bei Potsdam abspielte. Politiker der AfD, finanzstarke Unternehmer, Neonazis kamen zusammen, um einen sogenannten „Masterplan“ für Deutschland zu besprechen. Dieser Plan umfasst unter anderem die Deportation von 25 Millionen Asylbewerbern und deutschen Staatsbürgern mit Migrationsgeschichte – was nicht weniger als einen völkisch-rassistischen Angriff auf das Grundgesetz darstellt. Als Reaktion auf die Veröffentlichung protestierten Hundertausende Menschen wochenlang gegen Rechtsextremismus und für Demokratie.

 

Dem Kulturzentrum Lindenbrauerei ist es wichtig, die Rechercheergebnisse über das akute Medieninteresse hinaus im Bewusstsein des Publikums zu halten und sich deutlich gegen menschenverachtenden Rechtsextremismus zu positionieren. Daher bringt die Studiobühne Lindenbrauerei die Correctiv Recherche in Form einer szenischen Lesung am 7. Juli im Kühlschiff auf die Bühne. Kurz nach Erscheinen der Recherche entstand das Material zur szenischen Lesung, die im Januar im Berliner Ensemble gezeigt wurde. Verantwortlich für den Text sind Lolita Lax und Jean Peters (Correctiv) und Kay Voges (Intendant des Volkstheaters Wien.). Viele weitere Theater haben die Recherche dann als Lesung oder im Live Stream gezeigt.

 

 

CORRECTIV ist ein gemeinwohlorientiertes Medienhaus. Die vielfach ausgezeichnete Redaktion steht für investigativen Journalismus, arbeitet mit Bürgerinnen und Bürgern an ihren Recherchen und löst öffentliche Debatten aus. Dafür sucht CORRECTIV – neben den Veröffentlichungen auf digitalen Plattformen – auch immer wieder nach analogen Räumen und erweiterten Vermittlungsformaten.

 

Den aktueller Stand der Recherche findet man unter https://bit.ly/correctiv_ geheimplan

 

 

Einlass: 17 Uhr | Beginn: 18 Uhr

 

Es lesen Mitglieder der Studiobühne Lindenbrauerei.

 

 

Karten gibt es ab sofort über die Homepage der Lindenbrauerei Unna. 


Premiere: 26.02.2023

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

Schauspiel von Joël Pommerat

„Wir waren wie zwei Hälften, die sich verloren hatten und sich wiederfanden. Es war wunderschön. Es war, als wenn Nordkorea und Südkorea ihre Grenzen öffnen und sich wiedervereinigen würden...“

 

Obwohl der Titel es vermuten lässt, so geht es doch nicht um Politik. In Joël Pommerats wundervoll komisch-traurigem Beziehungskaleidoskop geht es um die Liebe und das Stück beleuchtet in rund zwanzig Szenen und kleinen Geschichten alle Facetten dieses mächtigsten aller Gefühle. Was verbindet uns bei der Sehnsucht nach Vereinigung und was entzweit uns so oft zugleich? „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein Ensemblestück für zehn Darsteller in mehr als 50 verschiedenen Rollen. Die mal poetischen, mal humorvollen und teils spannend skurrilen Szenen erzählen von Freundschaften, die zerbrechen. Hochzeiten, die sich zum Drama ausufern. Paaren, die auf ihre jeweiligen Partner gemeinsam nachts warten. Beziehungen, die am Fehlen der Liebe scheitern und anderen Paaren, wo die Liebe alleine nicht mehr reicht.

 

Der Autor und Regisseur Joël Pommerat, neben Yasmina Reza einer der bedeutendsten Gegenwartsdramatiker Frankreichs, schreibt seit 25 Jahren Theaterstücke. Für seine Theaterarbeiten wurde er mehrfach u. a. mit dem wichtigsten französischen Theaterpreis, dem Prix Molière, ausgezeichnet. Wir spielen die Fassung des MERLIN VERLAGES, Gifkendorf in der deutschen Übersetzung von Isabelle Rivoal.

 

 

Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei

Felix Eller, Ina Fornefeld, Antje Gräfe, Mohammad Meselmani, Carla Miller, Anna-Lena Müller, Nadine Richter, Antje Riesenberg, Richard Pothmann, Christopher Reher

 

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

Premiere: Sonntag, 26. Februar 2023, 18.00 Uhr

Kühlschiff der Lindenbrauerei, Unna

Eintritt: 10,- zzgl. Gebühren, AK 13,- Euro 


Wiederaufnahme "Die 12 Geschworenen" 2022

 

Reginald Rose

 

Die 12 Geschworenen

 

Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn

 

Im Geschworenenzimmer des Gerichts müssen 12 Geschworene ein Urteil fällen. Ist der junge Angeklagte im Mordprozess schuldig oder unschuldig. Für elf  Geschworene  scheint der Fall eindeutig zu sein, sie plädieren schnell auf „schuldig“ und damit für die Vollstreckung der Todesstrafe. Nur ein Geschworener ist sich unsicher und stimmt „nicht schuldig“. Da die Abstimmung einstimmig erfolgen muss, wird der Fall in hitzigen Diskussionen immer wieder neu aufgerollt, die Beweisführung wird in Frage gestellt und Zeugenaussagen werden entkräftet. Zögernd verändert sich die Stimmverteilung immer mehr zugunsten des Angeklagten...

 

Reginald Rose hat die „12 Geschworenen“ ursprünglich als Fernsehspiel konzipiert, welches 1954 erstmals ausgestrahlt wurde. Seine spannende Darstellung der Geschworenensitzung zeigt den viel zu leichten Umgang mit einem Menschenleben, die Vorverurteilung des Angeklagten sowie den latenten Rassismus einiger Beteiligter und gilt als Paradebeispiel für gruppendynamische Prozesse. 1957 kam die Verfilmung mit Henry Fonda in die Kinos und Horst Budjuhn schrieb 1958 die deutsche Bühnenfassung. Die Zeitlosigkeit des Themas bewog die Studiobühne Lindenbrauerei diesen Stoff 2020 auf die Bühne zu bringen. Pandemie bedingt konnten keine weiteren Vorstellungen gezeigt werden und mit neuer Besetzung erfolgt nun in 2022 die Wiederaufnahme.

 

Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei

Felix Eller, Ina Fornefeld, Antje Gräfe, Mohammad Meselmani, Martin Messler, Carla Miller, Anna-Lena Müller, Nadine Richter, Antje Riesenberg, Richard Pothmann, Viktoria Schmude, Leonie Watko

 

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

Premiere: 28. Februar 2020 (geplante weitere Aufführungen in 2020 und 2021 sind ausgefallen)

 

Vorstellungen:

3. April 2022, 17.00 Uhr, Theater Scaramouche, Menden

Eintritt: 12,- Euro

Karten sind über Pro Ticket, bei der Buchhandlung Daub oder im Theater erhältlich.

 

15. Mai 2022, 18.00 Uhr, Kühlschiff der Lindenbrauerei, Unna

Eintritt: 10,- zzgl. Gebühren, AK 13,- Euro

Karten sind Online über die Seite der Lindenbrauerei buchbar.

 


Szenische Lesung, 26.9.2021

Mit einer szenischen Lesung mit Texten von Ebüsto, über Facebook bis Tucholsky meldet sich die Studiobühne Lindenbrauerei zurück.

Der Wille zum Missverständnis begegnet uns vermehrt in der menschlichen Kommunikation, häufig reden wir aneinander vorbei, insbesondere auch in den Zeiten des Lockdowns. Die Studiobühne hat sich auf die Suche nach amüsanten Beispielen in verschiedensten Texten gemacht und stellt diese am Tag der Bundestagswahl in einer Matinee vor.

 

26.9.2021, 11.00 Uhr

im Kühlschiff der Lindenbrauerei

Eintrittskarten können über die Seite der Lindenbrauerei online gebucht werden.

Trailer


Studiobühne Online im Lockdown 2020 und 2021

Kurzfilm Nr. 3, Gesundheit

Wir arbeiten an der Teleportation

 

Zoom, Zoom, Zoom (or Jitsi, Meets, Skype, Teams…)

There is nothing you can do that can't be done....

All You Need is Internet Connection.

Kurzfilm Nr. 2, Tagesablauf

Und während die Zeit bleibt, bleibt uns immer weniger. Und während sie weitergeht, bleiben wir stehen in endloser Wiederholung.
Lockdown, Breakdown, Up and Down....
Vor einiger Zeit haben wir uns gefragt, wie unser Tagesablauf in diesen Zeiten so ausschaut.

Seit einiger Zeit proben wir nun im mehr oder weniger wackelndem Video Chat. Begegnungen auf der Bühne werden noch einige Zeit nicht möglich sein. Vor ein paar Wochen haben wir uns gefragt: „Wie war es noch, als man Theater spielen durfte?“

Musikquelle: www.musicfox.com


Premiere: 28.02.2020

Reginald Rose

Die 12 Geschworenen

Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn

 

 

Im Geschworenenzimmer des Gerichts müssen 12 Geschworene ein Urteil fällen. Ist der junge Angeklagte im Mordprozess schuldig oder unschuldig. Für elf  Geschworene  scheint der Fall eindeutig zu sein, sie plädieren schnell auf „schuldig“ und damit für die Vollstreckung der Todesstrafe. Nur ein Geschworener ist sich unsicher und stimmt „nicht schuldig“. Da die Abstimmung einstimmig erfolgen muss, wird der Fall in hitzigen Diskussionen immer wieder neu aufgerollt, die Beweisführung wird in Frage gestellt und Zeugenaussagen werden entkräftet. Zögernd verändert sich die Stimmverteilung immer mehr zugunsten des Angeklagten...

 

Reginald Rose hat die „12 Geschworenen“ ursprünglich als Fernsehspiel konzipiert, welches 1954 erstmals ausgestrahlt wurde. Seine spannende Darstellung der Geschworenensitzung zeigt den viel zu leichten Umgang mit einem Menschenleben, die Vorverurteilung des Angeklagten sowie den latenten Rassismus einiger Beteiligter und gilt als Paradebeispiel für gruppendynamische Prozesse. 1957 kam die Verfilmung mit Henry Fonda in die Kinos und Horst Budjuhn schrieb 1958 die deutsche Bühnenfassung. Die Zeitlosigkeit des Themas bewog die Studiobühne Lindenbrauerei diesen Stoff 2020 auf die Bühne zu bringen.

 

Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

Eintritt:  8,-€  im VVK (zzgl. Geb.) & 11,- € AK

Premiere: 28.02.2020, 19.30 Uhr

Aufgrund der Corona Pandemie mussten leider alle weiteren geplanten und verschobenen Vorstellungen in 2020 und 2021 abgesagt werden.

 

Trailer


Premiere: 11.11.2018

Yvonne, Prinzessin von Burgund

Komödie von Witold Gombrowicz

 „Du stehst da wie ein Gewissensbiss...“

 

Der polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz schuf 1935 mit YVONNE, PRINZESSIN VON BURGUND eine Komödie mit absurden Zügen, die erst 1957 in Krakau uraufgeführt wurde. Gombrowicz gilt als Provokateur und Vertreter der Moderne.

 

Das Stück spielt am fiktiven Hof von König Ignaz und erzählt die Geschichte von Yvonne, einer jungen fast stummen und lethargischen Frau, die schon auf den ersten Blick so gar nicht zum Rest des Hofes passen will. Prinz Philipp ist fasziniert von ihrer Andersartigkeit und verlobt sich entgegen aller Erwartungen aus einer Laune heraus mit ihr. Natürlich ein Skandal, aber man will sich mit ihr arrangieren, sie in die geltenden Spielregeln einführen. Doch ihr beständiges Schweigen und ihr Verhalten abseits jeglicher Konvention geben Rätsel auf. Sie reagiert nicht und ist daher nicht zu fassen. Die höfische Umgebung fühlt sich immer mehr irritiert, provoziert und schließlich bedroht. Yvonne wird zur Projektionsfläche für die Unzulänglichkeiten des Hofes. Die sonst durch Etikette stabilisierte Hofgesellschaft droht zu zerbrechen. Das kann nicht lange gutgehen. Yvonne muss weg. Doch wie, wenn doch vor allem der Schein der Majestät, der Eleganz und der Überlegenheit gewahrt werden muss? Ein Mord von „oben“ wird geplant.

 

Es spielt die Studiobühne Lindenbrauerei

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

Premiere: 11.11.2018

 

Eintritt: 7€ im VVK (zzgl. Geb.) & 10 € AK

 

Trailer


In stiller Freude

Komödie von Dhuni Ebüsto

Premiere: 16.09.2017

 

Im kleinen und beschaulichen Unterfüchtingen im Sauerland lebt es sich Mitte der 60er Jahre einfach aber gut. Nun ja, das Kirchendach ist marode, die Lädchen Besitzerin kann ihre Schwester nicht auf das Gymnasium schicken und die Kneipe hatte auch schon einmal bessere Zeiten erlebt. Doch im Großen und Ganzen lebt man gerne hier. Dies ändert sich auch nicht als zwei Freundinnen erfahren, dass einer der Dorfbewohner den Hauptgewinn in der Lotterie gewonnen hat. Sie machen sich auf die Suche nach dem Gewinner und dabei gibt es eine erstaunliche Entdeckung.

„In stiller Freude“ erzählt von dörflichem Zusammenhalt und Konkurrenz, von menschlichen Schwächen und Solidarität sowie Betrug und Wahrheit.

Beim neuen Stück der Studiobühne hat Dhuni Ebüsto eine Geschichte in sehr freier Anlehnung an eine irische Erfolgskomödie entwickelt. Seit März proben die 15 Akteure der Studiobühne unter der Leitung von Kirsten Ullrich-Klostermann einmal wöchentlich an diesem Stoff. Unter den vielen neuen Ensemblemitgliedern sind auch zwei geflüchtete Menschen, die durch die Theaterarbeit ihre Sprachkenntnisse erweitern.

 

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

Ausstattung: Carla Miller und Kirsten Ullrich-Klostermann

 

Es spielen: Jörg Barnhausen, Klaus Caspari, Ina Fornefeld, Antje Gräfe, Lukas Hümmecke, Mustafa Jarkin, Viktoria Kath, Mohammad Meselmani, Carla Miller, Anna-Lena Müller, Cristiano Pinto Teixeira, Antje Riesenberg, Nele Riesenberg, Sabine Schmidt und Leonie Watko.

 

Tickets kosten im VVK 7,00 Euro(zzgl. Gebühren), an der AK 10,00 Euro.

Premiere: Sa., 16.09.2017, 19.30 Uhr

zum letzten Mal: Freitag, 12.01.2018, 20.00 Uhr

Trailer


Ich sehe was, was du nicht siehst!

Ein Hürdenlauf durch die Diskriminierungsdebatte

Die Studiobühne Lindenbrauerei hat sich für ihr neues Stück in den vergangenen Monaten mit dem Thema Vorurteile und den vielfältigen Formen von Diskriminierung in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt. Hierbei

ließ sie sich u.a. von Jane Elliotts "Blue-Eyed" Workshop inspirieren.

Ein Stück der Studiobühne Lindenbrauerei mit Texten von Carla Miller und Ensemblemitgliedern sowie Zitaten aus der ZDF Dokumentation "Der Rassist in uns" und "Blue Eyed", einem Film von Bertram Verhaag.

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

Premiere: 7. Oktober 2016, Kühlschiff der Lindenbrauerei

Nächste Vorstellung am 27. November 2016,18.00 Uhr, Kühlschiff

Karten erhält man an den Vorverkaufsstellen der Lindenbrauerei und auf www.hellwegticket.de und www.eventim.de.